Message in a Bottle - Ostwind & Karpfenangeln

Tack, tack, tack, Yes… ich liebe dieses Geräusch meiner Bremse und diesen Moment wo der Carpsounder aufheult. Langsam zieht der Fisch Meter für Meter Schnur von meiner Rolle. Die Ruten lagen gerade einmal 1 Stunde im Wasser, da lief die linke Rute die auf einem kleinen Plateau in 6 Metern Tiefe lag das erste mal ab. Dieser Spod ein kleiner von gerade einmal 2 mal 2 Meter unscheinbar und schnell zu übersehen auf dem Echolot, aber viel interessanter ist die Story die hinter diesem Spod steckt aber dazu später mehr.

Der Drill machte wie immer Laune, ab ins Boot und dem Fisch entgegen. Nach kurzer Zeit konnte ich den ersten Fisch der Session auf die Matte legen 15 kg auf den Kopf, Sauber, was ein Einstand. Es war Frühjahr das erste große Fressen war schon vorbei, und die Fische standen voll im Saft. Die Bedingungen waren auch mehr als gut leichter Süd/West Wind mit einer Wassertemperatur von 14,5 °. Schnell war die Rute wieder raus gerudert, abgelegt direkt auf dem kleinen Plateau.

Der Wind ist beim Karpfenangeln immer ein Thema

Thema Nummer eins „Wind“: Das ist einer der wichtigsten Faktoren bei uns am See. Optimal ist eine Windrichtung aus Süd/ West mit konstantem Luftdruck da kann man auch bei geringer Wassertemperatur den einen oder anderen guten Fisch fangen. So konnte ich im letzten Winter bei einer Wassertemperatur von nur 3° eine Serie von Carps auf die Matte legen. Das Wetter passte und ich hatte meine Hausaufgaben gemacht.

Nun aber zu meinem Feindbild Nummer eins an diesem See Ostwind!… Ja jetzt geht es los, bei Ostwind machte ich die Erfahrung, (unter normalen Bedingungen) wenn er konstant war fing ich auch noch, nicht viel aber immer hin noch den einen oder anderen Fisch. Positiv zu sagen war, das es zumeist die Größeren waren die dann den Weg auf die Matte fanden. Leider nur zu selten und in der Summe zu wenig Fisch… Definitiv kein Ostwind Gewässer!

Der Zufall ist de Karpfenanglers Freund

Jetzt aber zurück ans Wasser, die anderen beiden Ruten legte ich zum einen, auf eine kleine Landzunge, die andere direkt vor mir in Ufernähe an eine Kante die von 2 auf 6 Meter abfiel! Nicht lange musste ich auf den nächsten Lauf warten. Keine 2 Stunden später lief die Plateau Rute erneut ab, ein Spiegler mit 14 kg konnte sicher gelandet werden. Nur durch einen Zufall entdeckte ich dieses kleine Plateau beim überfahren mit dem Boot. Die Session lief bestens und bis zum anderen Morgen konnte ich noch 6 weitere Fische am besagten Spod fangen. Die anderen beiden Plätze brachten je einen Fisch. Ein weiter Spiegler mit 17,5 kg biss am anderen Morgen und war der Top Fisch für die Nacht. Das Frühjahr lief weiter super, und ich konnte noch viele Fische an diesem Platz fangen.

Es ließ mir keine Ruhe, nun wollte ich der Sache einmal genauer auf den Grund gehen und plante für den Sommer diesen Platz einmal abzutauchen zumindest soweit ich kommen würde. Es ging ja bis zu 6 Meter in die Tiefe, hierfür wollte ich im Flachwasser zunächst beginnen und in Richtung Plateau tauchen. Die ersten Meter kein Problem vereinzelt ein paar Muscheln doch die Sicht wurde schlechter. Irgendwann bekam ich eine Alte Flasche im trüben Wasser zugreifen tauchte mit ihr auf. Sie war voll mit Muscheln der Hammer groß gebündelt ich musste noch einmal runter. Flasche IM MÜLLEIMER entsorgt, und ab dafür. Beim ertasten des Grundes konnte ich einen breiten Streifen ausmachen der voll saß mit Muscheln er zeigte in Richtung Plateau Bingo!!!... Muschelbank bis zum Plateau sind es aber noch einige Meter, und ich holte mir mein Boot zur Hilfe. Eine weiche Rute mit schwarz lackiertem Blei in der rechten Hand, so wollte ich, den weiteren Bereich bis zum Hot Spod abklopfen. Ich kam zur Erkenntnis, das die Muschelbank bis zum Spod reichen sollte. Das Blei war fast komplett blank! Yes nun hatte ich Gewissheit warum dieser Platz so außergewöhnlich gut lief. Die Nachricht auf der Flasche war des Rätsels Lösung.

Das Plateau bringt Karpfen

Zunächst wollte ich dem Plateau eine Pause gönnen fütterte aber diesen Spod weiter. Ich fischte fortan nur noch auf der Muschelbank locker hätte ich hier mit zwei Ruten fischen können, wollte dies aber nicht ausreizen und das Vertrauen der Fische vergrämen. Mein Futter passte ich hier in gegen an und ich werte meinen Fisch Mix mit Muschelfleisch auf was ich in Pürierter Form einfach unter die Eier gab. Der Fischmehl Anteil wahr so wie so schon mit 35 Prozent recht hoch, und das Muschelfleisch gab das Übrige hinzu zudem nach der Geruch von Buttersäure, ich hatte eine Kugel die schön am stinken war, und sie fing. Hätte ich diese Kugel in meiner Küche abgerollt ich glaube das wäre ein Scheidungsgrund gewesen. Gott sei Dank habe ich hier für meine Block Haus Garage als Zufluchtsort für gefrustete Karpfenangler!

Ich fischte das Jahr immer wieder an diesem Platz, wenn es mal an anderen Gewässern nicht so lief suchte ich diesen Spod auf und fing meine Fische.

Nun ist es Winter und es ruhig geworden am Wasser, solange der See Eisfrei ist werde ich meine Nächte hier noch machen. Ich beschränke mich aber nun auf die ganz tiefen Bereiche um 10- 14 Meter und erhoffe mir noch den einen oder anderen Winter Fisch! Ich liebe diese Zeit da sie zumeist komplett von Ruhe begleitet ist mein Urlaub steht nun an 14 Tage, wo ich die Möglichkeit habe mal komplett runter zu fahren, und Fischen zu gehen.

Futter fängt Fisch so ist zumindest plan, wenn auch im Winter auch weniger. Sind die Plätze gut vorbereitet so kann man auch noch den einen oder anderen Fisch fangen.

Euch allen ein guten Start ins Jahr 2015

Stefan Kischel!

Monatsangebot auf Facebook gewinnen

Karpfenangeln für Kurzentschlossene

Karpfenangeln an der Rhone in Frankreich