Hecht und Zander - Königsdisziplin des Angelns

Wie könnte es anders sein, die Königsdisziplin als solche muss natürlich eine gewisse Vielfältigkeit ausweisen. Damit hat das Angeln auf Raubfisch jedoch keine Probleme. Kaum eine andere Art des Fischens kann mit den zahlreichen Facetten des Raubfischangelns konkurrieren.

Hechte, Barsch und Zander bis zu einem Gewicht von 20 Kg und einer Länge von deutlich über 1,40 Meter sind für jeden Angler, welcher es auf Raubfisch abgesehen hat, ein Highlight. Die Fänge waren vor einigen Jahrzenten nahezu unvorstellbar und sind nun, aufgrund der Weiterentwicklungen der Raubfischruten, für einige Profiangler ja schon fast alltäglich.

Raubfischangeln - Angeln auf Hecht, Zander oder Barsch

Seit der Individualisierung des beabsichtigten Angelns von Raubfischen in den 1980er Jahren, hat sich unter anderem in Bezug auf die Ausstattung der Angler damals und heute, einiges geändert. So war das Angeln mit lebendem Köderfisch noch vor 30 Jahren weit verbreitet und in Deutschland erlaubt. Nach und nach kam im Laufe der Zeit das Angeln mit Kunstködern in Mode. Neben der großen Auswahl von Kunstködern wie Jerks und Shades, war damals auch die schon fast nicht mehr erkennbare ähnlichkeit zum Original absolut ein Vorteil des Spinnanglers.

Spinnangler in der heutigen Zeit haben besonders hinsichtlich der Kunstköder in den letzten Jahrzehnten der Weiterentwicklung einen gravierenden Vorteil gegenüber jenen Anglern, welche mit Köderfische angelten. Kunstköder wie Blinker, Gummifische oder Wobbler sind mittlerweile in verschiedensten, genau abgestimmten Längen und Durchmessern sowie Farben in den Angelshops erhältlich. Doch auch die Angelrute selbst wurde seit dem Beginn des Raubfischangelns sehr bedeutend weiterentwickelt.

Zander sind besonders im Frühling noch wählerischer als sonst. Hier sind Köderfische mit Längenmaßen von unter 10 cm bei dem Zander der Begierde besonders hoch im Kurs. Es sollte mit feinem Angelgerät und dünner Angelschnur geangelt werden. Jedoch muss mit der Größe des Köderfische je nach Angelgewässer und somit der Vorlieben der dort lebende Raubfische etwas experimentiert werden, da diese vor allem in den verschiedenen Jahreszeiten unterschiedlich ausfallen.

So kann zum Beispiel im Frühling eine bestimmte Zander-Montage, z.B. mit Unterwassepose (U-Pose) und Auftriebskörper oder längeren Stahlvorfächern, perfekt an das Raubfischgewässer und dem Beißverhalten des Zanders angepasst werden. Manchmal wollen die Zander gar nicht mehr aufhören anzubeißen und verfallen in einen Fressrausch.

Die Richtige Angel-Strategie auf der Jagd nach Zander

Einige Monate später beißen dieselben Zander in demselben Angelgewässer tagelang kein einziges Mal. Dies liegt an den verschieden Wetterbedingungen, die der Lebensraum der Raubfische zu den unterschiedlichen Jahren bietet. Diesem passen sich die Zander grundsätzlich schnellstmöglich an, um so leicht wie möglich überleben zu können. Besonders im Frühling haben es die Zander allerdings auf die Jungfische abgesehen, wodurch sich der ideale Zanderköder besonders einfach ermitteln lässt.

Der Köderfisch (Lauben oder ähnliches) sollte in diesem Fall knapp 10 cm lang sein und keinen unrealistisch großen Durchmesser haben, da sich die Jungfische diesen erst im Laufe der Zeit anfressen müssen. Dennoch ist bei passender Länge des Köderfischs und zu geringem Umfang ein hoher Prozentsatz der Bisse von kleineren und daher meist unerwünschten Raubfischen. Um dies zu vermeiden ist es ratsam, den Durchmesser der Köderfische langsam zu erhöhen oder im Falle des Raubfischangelns mit einem Kunstöder, wie z.B. Wobbler oder Shads, das Führen des Kunstköders zu verändern.

Diese Jäger aus dem Unterwasserreich werden im üblichen Fall von den Anglern durch die Ortung deren Beutetiere lokalisiert, da diese sich meist im direkten Umfeld des Zander oder Hechts aufhalten. Doch selbst wenn die Tiere der Begierde einmal ausgemacht sind, ist es noch ein weiter Weg zum Raubfisch am Angelhaken. Denn besonders in Hinsicht Köder sind Raubfische überdurchschnittlich wählerisch.

Um sich mit einem Köder gute Chancen ausrechnen zu können, sollte dieser an die Größe der lebensechten Köderfische und andere Beutetiere angepasst sein und so durch das Wasser gezogen werden, so dass die Optik und das Führen des Kunstköders (nur bei einigen Raubfischen wie z.B. Hecht sinnvoll) einem verletzten Köderfisch ähnelt.